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Leonie Wallisch, Studierende – #Connecting Europe for 25 Years

Leonie Wallisch

Für Leonie Wallisch ist es eine spannende Herausforderung, vom Europainstitut Basel aus zu versuchen, einen weniger eurozentrischen Blick auf die Welt einzunehmen. In ihrem Jubiläumsbeitrag schildert die Studierende, wie sie nach Basel kam und warum sie in der Forschung und Lehre des Instituts einen besonderen Wert sieht.


Wer bist du und wie bist du zum Europainstitut gekommen?
Ich studiere im 3. Semester European Global Studies. Ich entschied mich zunächst für Basel und dann für einen Studiengang. Ich habe in Marburg und Rennes Politik studiert, mich aber nie auf ein Thema festgelegt und immer in anderen Fachbereichen Kurse belegt, was ich sehr bereichernd fand, so wollte ich auch im Master studieren.

Was ist die spannendste Einsicht, die du bei deinem Studium am Europainstitut bisher erlangt hast?
Spannend finde ich vor allem, dass man oftmals in verschiedenen Fachbereichen nicht eine Problematik aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, sondern dass die verschiedenen Disziplinen in sehr unterschiedlichen Dingen Probleme sehen. So erkennt man die verschiedenen Aspekte eines Themenbereichs, die dann im politischen Kampf um die Deutungshoheit vorgetragen werden, auf einen konkreten Sachverhalt bezogen aber nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. 

Wie hat die Zeit am Europainstitut dein Verständnis von Europa in seinen globalen Kontexten geprägt?
Am Europainstitut wird man darin geschult, einen etwas differenzierteren Blick auf Europa zu entwickeln, wobei man sich immer in einem Spannungsfeld befindet. Die Uni Basel liegt in der Mitte des Kontinents, ist eine sehr alte, von der akademischen Tradition Europas geprägte Bildungsinstitution. Von hier aus einen weniger eurozentristischen Blick auf die Welt einzunehmen, ist eine lohnenswerte Herausforderung.

Welches Buch würdest du jemandem empfehlen, die/der Europa in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft besser verstehen möchte?
«Europa und das Meer», herausgegeben von Dorlis Blume, Christiana Brennecke, Ursula Breymayer und Thomas Eisentraut für das Deutsche Historische Museum. 

Zum Abschluss: Was fällt dir spontan zum Jubiläumsmotto «Connecting Europe for 25 Years» ein?
Die letzten 25 Jahre waren sicherlich eine spannende Zeit in Europa, die letzten 10 davon wohl eher besorgniserregend als gemeinschaftsfördernd. Ich glaube der Wert von allen möglichen Institutionen, die sich angesichts dessen für einen europäischen und weltweiten Zusammenhalt und Austausch einsetzen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. 

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Leonie Wallisch ist Studierende im MA European Global Studies am Europainstitut. Im Zentrum des Studiums stehen die europäischen Gesellschaften in ihren vielschichtigen Beziehungen zueinander sowie in ihren Wechselbeziehungen zu Gesellschaften vor allem in Asien und Afrika.

In den Jubiläumsstories kommen im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 Forschende, Studierende, Alumni und andere, dem Europainstitut verbundene Personen zu Wort. Ihre Beiträge fügen sich ein in das Jubiläumsmotto «Connecting Europe for 25 Years» und veranschaulichen auf vielfältige Weise, wie das Europainstitut seit einem Vierteljahrhundert Menschen verbindet und lokale und globale Verknüpfungen von Wissen aufzeigt.

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