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Selina Morell, Studierende – #Connecting Europe for 25 Years

Selina Morell

Selina Morell steht kurz davor, ihr Masterstudium der European Global Studies abzuschilessen. Im Jubiläumsbeitrag berichtet die Studierende, warum sie sich für das Europainstitut entschieden hat und wie bereichernd sie die Aussenperspektive auf Europa empfand, die sie während ihres Auslandssemesters in China erlangte.


Wer bist du und wie bist du zum Europainstitut gekommen?

Mein Name ist Selina Morell und ich bin kurz vor dem Abschluss meines Masters in «European Global Studies». Dieser Studiengang am Europainstitut in Basel war für mich genau das Richtige: Die Kombination aus den verschiedenen Disziplinen, der Fokus auf Europa, ohne den Rest der Welt aus den Augen zu verlieren, sowie die grosse Passion der Mitarbeiter des Europainstituts haben mich schnell überzeugt. 

Was ist die spannendste Einsicht, die du bei deinem Studium am Europainstitut bisher erlangt hast?
Mir ist klar geworden, wie wichtig die Beziehungen zu Europa für die Schweiz sind. Die Zunahme an europaskeptischen Parolen und nationalistischen Tendenzen bereiten mir Sorgen. Man kann vieles an der EU kritisieren und ich persönlich sehe einiges, das ich ändern wollen würde. Aber komplexe Themen brauchen die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinaus, um die wirtschaftlichen, sozialen, klimatischen und politischen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Abschottung ist keine Option.

Wie hat die Zeit am Europainstitut dein Verständnis von Europa in seinen globalen Kontexten geprägt?
Ich hatte die Chance, letztes Jahr ein Semester an einer Universität in China zu verbringen. Ich wollte raus aus dem vertrauten europäischen Kontext. Durch den Aufenthalt in einer fremden Kultur habe ich gemerkt, wie sehr ich doch europäisch geprägt bin in meinem Denken und konnte mich mit meiner eigenen Weltsicht kritisch auseinandersetzen. Zudem war es grossartig, Europa einmal aus einer Aussenperspektive beobachten zu können.

Welches Buch würdest du jemandem empfehlen, die/der Europa in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft besser verstehen möchte?
Unterwerfung, von Michel Houellebecq. Weil Houellebecq ein genauer Beobachter der Gegenwart ist und der Roman viel aussagt über aktuelle Tendenzen in europäischen Gesellschaften.

Zum Abschluss: Was fällt dir spontan zum Jubiläumsmotto «Connecting Europe for 25 Years» ein?
Macht weiter so - das Europainstitut trägt massgeblich zur aufgeklärten Debatte rund um Europa bei und wehrt sich dagegen, dass man beim Begriff „Europa“ nur noch automatisch an Brüssel oder Strassburg denkt. 

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Selina Morell ist Studierende im MA European Global Studies am Europainstitut. Im Zentrum des Studiums stehen die europäischen Gesellschaften in ihren vielschichtigen Beziehungen zueinander sowie in ihren Wechselbeziehungen zu Gesellschaften vor allem in Asien und Afrika.

In den Jubiläumsstories kommen im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 Forschende, Studierende, Alumni und andere, dem Europainstitut verbundene Personen zu Wort. Ihre Beiträge fügen sich ein in das Jubiläumsmotto «Connecting Europe for 25 Years» und veranschaulichen auf vielfältige Weise, wie das Europainstitut seit einem Vierteljahrhundert Menschen verbindet und lokale und globale Verknüpfungen von Wissen aufzeigt.

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