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Ralph Weber analysierte in der ORF-Nachrichtensendung «ZiB 2» und weiteren Medien das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping. Im Zentrum standen das Kräfteverhältnis zwischen den USA und China, die Bedeutung von Handel, Iran und Taiwan sowie die politischen Signale, die von dem Gipfel ausgehen. Weitere Kommentare und Interviews erschienen bei Tamedia, SRF, Nau.ch, «Der Standard», «Die Presse», «Kronen Zeitung», oe24, den «Oberösterreichischen Nachrichten» sowie in den Westschweizer Zeitungen «Tribune de Genève» und «24 heures». Die Beiträge wurden zwischen dem 12. und 22. Mai 2026 veröffentlicht.
Im Vorfeld des Treffens analysierte Weber die Ausgangslage der Gespräche zwischen den beiden Grossmächten. Seine Einschätzungen erläuterte er unter anderem in der ORF-Nachrichtensendung «ZiB 2». Dabei verwies er auf den innenpolitischen Druck und die wirtschaftlichen Zwänge, unter denen Donald Trump stehe, während China aus Sicht vieler Beobachter mit den besseren Karten in die Gespräche gegangen sei. Zudem betonte er, dass es für China wichtig sei, Xi Jinping auf Augenhöhe mit dem US-Präsidenten zu präsentieren, und dass es bei solchen Gipfeln auch um Bilder, politische Inszenierung und die Wahrnehmung in der chinesischen Öffentlichkeit gehe.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Einschätzungen waren die zentralen Konfliktfelder zwischen den USA und China. Weber thematisierte insbesondere den Handelskonflikt sowie die unterschiedlichen geopolitischen Interessen beider Staaten. Zugleich betonte er, dass eine weitere Eskalation der Spannungen für beide Seiten mit hohen politischen und wirtschaftlichen Kosten verbunden wäre. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund internationaler Krisen wie dem Konflikt mit dem Iran. Im langfristigen Wettbewerb zwischen den beiden Grossmächten seien weitere Interessenkonflikte jedoch weiterhin zu erwarten.
Im Zusammenhang mit Taiwan sprach sich Weber gegen die Annahme einer unmittelbar bevorstehenden militärischen Eskalation aus. Dabei verwies er insbesondere auf die hohen wirtschaftlichen Kosten eines solchen Schrittes.
Nach dem Treffen bewertete Weber, dass der Gipfel nur wenige konkrete Fortschritte hervorgebracht habe und sein Wert vor allem in der Aufrechterhaltung des Dialogs zwischen den beiden Staaten liege. In einem weiteren Interview für Nau.ch analysierte er Chinas mögliche Rolle im Zusammenhang mit einer Blockade der Strasse von Hormus. Dabei betonte er, dass China aufgrund seiner engen Beziehungen zum Iran zwar über Einflussmöglichkeiten verfüge, jedoch in erster Linie eigene strategische und wirtschaftliche Interessen verfolge.
Ralph Weber ist Vizedirektor und Professor für European Global Studies am Europainstitut der Universität Basel, akademischer Direktor des Graduiertenprogramms des Instituts sowie Mitglied des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Er ist spezialisiert auf methodologische und konzeptionelle Aspekte der sprach- und kulturübergreifenden Forschung, die globale Geschichte politischer Ideen und die chinesische Politik, insbesondere den chinesischen Parteistaat und seine politischen Aktivitäten im Ausland.