
Assoziierter Wissenschaftler ab August 2026
Prof. Dr. Atsushi Shibasaki ist Professor an der Faculty of Global Media Studies der Komazawa University in Tokio und Leiter der dortigen Graduate School of Global Media Studies. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Theorie der internationalen Beziehungen, im internationalen Kulturaustausch sowie in der Ideengeschichte der modernen internationalen Beziehungen Japans.
Er ist Autor von fünf Monografien sowie Koautor und Mitherausgeber mehrerer Bücher. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen «The Intellectual History of Global Relations» (2024) und «Politics and Music II» (2026). Bereits von 2017 bis 2018 war er als Visiting Fellow am Europainstitut tätig.
Während seines aktuellen Aufenthalts als Gastprofessor am Europainstitut (September 2026 bis August 2027) arbeitet er an mehreren Forschungsprojekten. Dazu gehört eine umfassende Studie über Sadako Ogata – Historikerin, ehemalige UN-Hochkommissarin für Flüchtlinge, Präsidentin der Japan International Cooperation Agency (JICA) und Ko-Vorsitzende der Commission on Human Security. Im Rahmen eines vom JSPS geförderten Gemeinschaftsprojekts zu «Dignity Studies» untersucht Shibasaki ihr Wirken insbesondere aus der Perspektive von Recht und Würde.
Weitere Projekte befassen sich mit dem Einfluss und den Wechselwirkungen des Neukantianismus im modernen Japan, dem Dichter und Diplomaten Ken Yanagisawa in der Vorkriegszeit, der Geschichte der Erasmus-Statuen-Tradition in Japan sowie mit Musik und internationaler Gesellschaft, unter anderem anhand von Bob Dylan und Toshiko Akiyoshi. Zudem unterrichtet er ein Graduiertenseminar zur Global Relations Theory, in dessen Zentrum Louis Hartz’ «The Liberal Tradition in America» steht.
Weitere Informationen zu seiner Forschung und seinen Publikationen finden sich auf LinkedIn, ResearchMap und Academia.edu. Dort sind auch englische Übersetzungen von etwa der Hälfte seiner fünf veröffentlichten Monografien verfügbar. Seine gemeinsam mit anderen Forschenden publizierten Arbeiten zur Katekisama-Tradition (貨狄様) weisen zudem inhaltliche Bezüge zum Katekisama Program des Europainstituts auf.